FB 22 Holzanbau

Neben der Schmuckfassade eines historischen Bestandesbaus am Berliner Stadtrand erweitert der Holzanbau die Wohnfläche mit einem multifunktionalen Raum. Durch den zurückversetzten Eingang hält der Neubau respektvoll Distanz zu dem als „besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ eingestuften Altbau. Im Vergleich zum eher introvertierten Bestand, holt der Neubau mit großzügigen gesetzten Öffnungen den Garten in den Innenraum.

Erweiterung historische Doppelhaushälfte  

Auftraggebende  privat

Fertigstellung  2026

LPH  1–4      BGF  205m²     im Erhaltungsgebiet

Fotos  Ivo von Busch

mirjam-von-busch_FB22_01
mirjam-von-busch_FB22_02_
mirjam-von-busch_FB22_03

Das weitgehend original erhaltene Haus aus dem Jahr 1893 wurde erstmalig saniert und energetisch ertüchtigt. Bis vor Kurzem wurde noch mit Öfen geheizt, nun erwärmt die hinter dem Gebäude platzierte Wärmepumpe beide Gebäudeteile. Der Vorgarten konnte von Technik freigehalten werden.

mirjam-von-busch_FB22_04
mirjam-von-busch_FB22_06

Der Erweiterungsbau in Holzrahmenbauweise mit Holzfassade wurde ressourcenschonend geplant.


mirjam-von-busch_FB22_05
mirjam-von-busch_FB22_07

Im Winter wird der Raum mit großzügigen Öffnungen durch die solare Strahlung erwärmt.

mirjam-von-busch_FB22_09

Im Sommer halten Außenver-schattung, Querlüftung und Nachtlüftungsmöglichkeit den Anbau kühl.

mirjam-von-busch_FB22_10
mirjam-von-busch_FB22_13

In den 60er Jahren wurden bei einer Hausschwammbehandlung die Holzkonstruktionen kontaminiert und mussten zum Teil erneuert werden. Historische Bauteile wie die Türen konnten weitestgehend erhalten und aufgearbeitet werden.

mirjam-von-busch_FB22_12
mirjam-von-busch_FB22_14
mirjam-von-busch_FB22_15

Die Schmuckfassade mit Sichtmauerwerk, Stuckumrahmungen und Gesimsen erhielt eine Innendämmung. Die Außendämmung der seitlichen Fassade beginnt zurückversetzt, um die Geometrie der Straßenansicht nicht zu beeinträchtigen.

© mirjam von busch 2026